1967 gründete Gabriel während seiner Schulzeit die Band Genesis. Durch Gabriels ungewöhnliche Bühnenpräsenz erregten Genesis großes Aufsehen in der internationalen Musikszene. Er trat in zahlreichen bizarren Kostümen auf und leitete die Songs mit sarkastischen, traumartigen Geschichten ein. Während sich die Band auf Welttournee befand, entschloss sich Gabriel, die Band nach dem letzten Konzert zu verlassen. Seine Entscheidung wurde unter anderem durch musikalische Differenzen mit seinen Mitmusikern und die problematisch verlaufene Geburt seiner Tochter Anna beeinflusst. Die Trennung von der Band verarbeitete er zwei Jahre später in dem Song „Solsbury Hill“.

Nach seinem Ausstieg entschloss sich Peter Gabriel zu einer Auszeit und verbrachte viel Zeit mit der Selbsterforschung und der Betrachtung seines eigenen Seins sowie dem Klavierspiel, Yoga, dem Anbau von Gemüse und nicht zuletzt mit seiner Familie. 1976 nahm er unter Mitwirkung seiner früheren Mitstreiter Phillips, Rutherford und Collins erste Demos für ein Soloalbum auf und später im Jahr begannen dann die Aufnahmen in den USA. 1977 erschien das schlicht „Peter Gabriel“ betitelte Debüt. Anfang der 80er veröffentlichte Gabriel vier Alben, die sich allesamt stark platzierten. Bis dahin von den meisten Kritikern durchaus wohlwollend aufgenommen und mit einigen Hits gesegnet, löste Gabriel die in ihn gesteckten Erwartungen schließlich mehr als ein, als er 1986 mit seinem Album „So“ einen Riesenerfolg landete. Das Werk enthielt unter anderem die mit sexuellen Anspielungen gespickte Single-Auskopplung „Sledgehammer“. Er gründete sein eigenes Label Real World Records, dessen erste Veröffentlichung 1989 der Soundtrack Passion für Martin Scorseses Film „Die letzte Versuchung Christi“ war. Das Werk wird von Kritikern als Höhepunkt von Gabriels Arbeit im Bereich der Weltmusik angesehen und brachte dem Musiker einen Grammy sowie eine Golden-Globe-Nominierung ein.

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Zehn Jahre nach „Us“ erschien im September 2002 sein bisher längstes Studioalbum „Up“, welches größtenteils von Gabriel selbst produziert wurde und klanglich an den eher unkommerziellen düsteren Sound der ersten Gabriel-Alben aus den 1970er- und 1980er-Jahren erinnert. 2010 erschien sein Projekt „Scratch My Back“. Das Album beinhaltet orchestral eingespielte Coverversionen bekannter und weniger bekannter Musiker/Bands. 2011 erfolgte die Veröffentlichung des Werks „New Blood“, welches als Fortführung von „Scratch My Back“ bezeichnet werden kann, allerdings mit dem Unterschied, dass es sich um Neuinterpretationen von Gabriels eigenen Songs handelt.

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