Er wird in gebückter Haltung die Bühne betreten und sich seine zerkratze Gitarre um den Hals hängen. Zwischen den Songs wird er keine Pause machen, seine Zuschauer nicht angucken. Im Publikum werden Indie-Jungs mit verschränken Armen und Mädchen, heißwangig vor Glück, eine Zeitreise in ihre Jugend unternehmen. Dabei sollten sie lieber die Augen schließen, denn Dando ist nicht mehr der hübsche Hänger von damals. Eher ein runtergerockter Typ Anfang 40, der mental nicht ganz anwesend zu sein scheint, wenn er sich mit geschlossenen Augen durch sein Repertoire singt. Wer in den letzten Jahren auf einem Konzert von Dando war, weiß, dass es so kommen wird. Es sei denn, sein „Big Gay Heart“ fängt endlich wieder zu schlagen an.

Video-Tipp: „Confetti“ von Evan Dando