Sie sehen aus, als wären sie die Nachkommen von Yoko Ono und Ray Manzarek, die nach 30 Jahren isolierten Kommunenlebens einfach mal ganz unbedarft auf die Bühne treten. Die beiden Damen der achtköpfigen Band um die Brooklyner DJs Daniel Collás und Sean Marquand kreisen zu Soul, Psychedelic Pop und Reggae schlangenartig mit den Hüften, die Herren schütteln entrückt ihre langen Haare. Da fühlen sich die Zuschauer wie Statisten in einem neuen Jim-Morrison-Film. Dann aber schwappt sie doch über, diese Begeisterung für das verspielt Hippieske, das gleichzeitig nach Iron Butterfly und Peter Tosh klingt. Es mag sein, dass dieser Retrosound Kalkül ist. Aber eines, das wirklich Spaß macht.

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