Deichkinds Durchbruch im Mainstream markierte das 2000 erschienene „Bon Voyage“. Nach anfänglichen Erfolgen änderten Deichkind ihren Stil vom Hip-Hop zu mehr elektronischen Klängen. Mit dem Stück „Electric Super Dance Band“ nahm Deichkind für Mecklenburg-Vorpommern am Bundesvision Song Contest 2005 teil. Die Single zeichnete sich erstmals durch schnelle, elektronische Beats aus und läutete so einen Stil ein, den Deichkind selbst als „Tech-Rap“ bezeichneten. Die Band setzte weiter auf schräge bis groteske Texte und eine ebensolche Bühnenshow, in der sie mit Klarsichtfolie, Plastiksäcken, grünleuchtenden Knicklichtern und einer Menge Klebeband bekleidet auftreten. Konzeptionell wie musikalisch wurden auch Punk-Einflüsse immer deutlicher. Der Klang war wesentlich schneller und Break-lastiger als bisher, was sich auch auf dem Album „Aufstand im Schlaraffenland“ 2006 fortsetzte.

Video Tipp: Deichkind – Leider Geil

Zuletzt feierte Deichkind als Vorreiter des Elektro-lastigen Sounds in Deutschland ihre größten Erfolge und galten als Inspiration vieler deutscher Hip-Hop-Protagonisten, die sich in jüngster Vergangenheit dem Elektro zuwenden. Im April 2008 gab Buddy Inflagranti seinen Ausstieg bei Deichkind bekannt. Er wurde dann durch Ferris MC ersetzt. Am 21. Februar 2009 verstarb Sebastian Hackert, Produzent der Band, im Alter von 32 Jahren in seiner Wohnung. Da er maßgeblich mitverantwortlich für die musikalische Ausrichtung der Band war, ließen die Bandmitglieder zunächst offen, ob sie nach den bereits feststehenden Festivalauftritten im Sommer des Jahres die Band weiterführen wollen. Nach den Festivalauftritten entschied man sich allerdings zur Fortführung von Deichkind. Im Sommer 2012 hatten sie mit dem Album „Befehl von ganz unten“, das in Deutschland bis auf Rang 2 aufstieg, ihren bislang größten Charterfolg.

Das Album „Befehl von ganz unten“ exklusiv im Spotify-Stream