Brett Anderson hat es wirklich nicht leicht. Mit Suede zählte er in den Neunzigern zu den wichtigsten Bands des Britpops, und auch mit The Tears legte er 2005 zusammen mit Bernard Butler ein erstklassiges Album hin – nur solo will es bei dem Engländer nicht so richtig klappen. Dabei ist sein drittes Album von melancholischer Schönheit. Im Gegensatz zu Andersons recht spartanischem letzten Album, ist „Slow Attack“ voll mit anspruchsvollen, Kompositionen. Klavier, Streicher und Holzbläser bilden sicherlich auch live ein wunderschönes Klangerlebnis. Schade eigentlich, dass ihm nicht mehr ganz so viele Leute zuhören wie damals bei Suede. Denn wie man tolle Songs schreibt weiß die Britpop-Legende noch immer ganz genau.

Video-Tipp: „Love Is Dead“ von Brett Anderson