Der Erfolg der Würzburgerin ist eigentlich unerklärlich. Früher zu nervös, um aufzutreten, das erste Demo mit dem Laptop und einem Mikro aus den Siebzigern aufgenommen, dazu Beats mit einem Billig-Sequencer programmiert: Man kann Karo nicht vorwerfen, sich dem Markt angebiedert zu haben. Was aber selbst Thees Uhlmann zu hymnischen Äußerungen nach dem Probehören bei Bayern2 hingerissen hat, ist die magische, kräftige, verletzliche und wunderschöne Stimme der Künstlerin. Ihre gesamte Performance ist authentisch, wahrhaftig und so emotional wie irgend möglich. Karo lädt die Zuhörer dazu ein, an ihren Empfindungen teilzunehmen. Ihr Debüt „Sing Out, Heart“ beeindruckt. Live ist die Sängerin umwerfend. Und immer noch ein wenig nervös.