So ganz kann man es nach dem Hören des Albums „Away From The Cliffs“ kaum glauben. Der Haufen Jungspunde, der sich Lucky Fish nennt und klingt, als hätte ein Pubbesitzer aus Sheffield seine Söhne und deren Cousins ins Studio geschickt, kommt aus München. Dass Isartown ein musikalischer Vorort Londons ist, wissen die Atomic Café-Gänger ganz genau, dass das Erbe britischer Musik so unverfälscht in die Gene auch deutscher Teenager diffundiert ist, bleibt auch nach dem zweiten Hören verblüffend. Nach dem dritten Mal und ersten Mitsingereien wünscht man sich ein wenig mehr kompositorische Eigenständigkeit von dem Quartett. Quatsch, denkt man danach, die sind noch so jung, erfrischend und schon so begabt, das wird auf jeden Fall noch kommen.

Video-Tipp: „Love’s Only Good“ von Lucky Fish