Das muss man auch erst mal bringen: Irgendwann, als sich die Suche nach dem Lead-Sänger immer weiter hinzog, dachten sich die beiden Japandroids: Drauf geschissen, teilen wir uns halt das Mikro. Je nach Blickwinkel ist das entweder saufaul oder superlässig. Wer das Debüt „Post-Nothing“ hört, erkennt aber schnell: Faul sind die nicht. Denn nur mit Gitarre und Schlagzeug schrammeln die beiden Jungs aus Vancouver einen lärmenden Pop zusammen, der unter seiner gleichgültigen Garagen-Attitüde verflucht clevere Hits versteckt. Und dem Himmel sei Dank plagiiert dieses zappelige Duo nicht einfach die White Stripes, sondern zitiert viel lieber mal Sonic Youth. So frisch darf kontrollierter Krach gern öfter klingen.

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