Noch eine Band, die auf der derzeitigen Popwelle mitschwimmen will? Falsch, um genau zu sein, war Hockey eine der ersten Bands, die überhaupt auf ihr surfte, ganz oben sozusagen. „Everyone’s making dance music now true, but we started in 2002“, sprechsingt Ben Grubin in dem Song „I Wanna Be Black“ frech. Der knallbunte Pop ihres Debütalbums „Mind Chaos“ ist dann auch so eingängig, dass man das Gefühl hat, man kenne ihn seit Jahren. In Deutschland zeigten sich die vier Jungs zum ersten Mal beim Rock am Ring und heimsten dabei gleich Vergleiche zu musikalischen Größen wie Razorlight und den Strokes ein.

Warum? Die Indie-Sensation aus Portland macht Tanzmusik, die das Publikum sofort in den Bann zieht. „Wir wollen, dass die Leute reagieren“, sagten sie kürzlich in einem Interview, und das klappt schon ganz gut. Ihr Sound schießt tatsächlich wie Prosecco in den Kreislauf, zaubert ein glückliches Lächeln ins Gesicht und lockert das Tanzbein. Ob freudiges Gehüpfe zu pumpenden Beats oder Luftgitarrenakrobatik zu rockigen Gitarren – die musikalische Ausrichtung ist nicht zu festgefahren, sondern eine bunte Tüte aus New Wave, Soul und Indiepop, die nicht selten wie eine Hommage an die Achtziger klingt.

Video-Tipp: „Learn To Lose“ von Hockey