Die Liedermacher sind längst allgegenwärtig im Punk und Indie, da verliert man leicht den Überblick. Unauffällige Herren mit Gitarre, Gesichtspulli und Liedern übers Durchhalten, Lieben, Krieg und Verzweifeltsein. Kevin Devine aus Brooklyn ist auch so einer. Früher in Diensten der Band Miracle Of 86 schlägt er seit einigen Alben recht überschauliche Töne an. Das Gute an solchen Typen: Während sie sich auf Platte leicht in Harmlosigkeiten verirren, zeigen sie bei Konzerten Zähne. „Another Bag Of Bones“ oder „Brother’s Blood“ zum Beispiel. Da singt und spielt sich der Rotschopf mit seiner Band in einen wahnwitzigen Rausch und zieht selbst die volle Aufmerksamkeit der Clubtürsteher auf sich. Darf bleiben, der Typ.

Video Tipp: „Brooklyn Boy“ von Kevin Devine