Juli sind irgendwie ganz in Ordnung. Ihre Alben sind irgendwie stimmig, sie ergeben irgendwie Sinn. Ihre Texte sind irgendwie nicht ganz so selbstbezogen und wehleidig wie bei Silbermond, und ihre Sprache klingt irgendwie nicht ganz so streng nach pathetischer Gymnasiastenlyrik. Sängerin Eva Briegel hat irgendwie was. Auch wenn man nicht so recht in Worte kleiden kann, was. Live sind Juli irgendwie auch nicht schlecht. Wenn man es mit dem irgendwie spießigen Publikum aus wohlbehüteten Abiturientinnen und unglücklich verliebten Mittzwanzigerinnen aushält, erlebt man eine Band mit fähigen Musikern und einer charismatischen Frontfrau. Weil ihr neues Album „In Love“ irgendwie ganz gut klingt, könnte sich das Konzert also lohnen. Irgendwie.