Wenn Broken Social Scene diesmal bloß zu siebt touren, ist das eher die Punkrockversion des beeindruckendsten kanadischen Künstlerkollektivs, das nicht Arcade Fire ist. „Forgiveness Rock Record“, das erste Album nach fünf Jahren, klingt etwas klarer und geordneter, als man es kennt, liebt und in manchen Fällen fürchtet – wie die aktuelle Mitgliederstärke muss man das allerdings relativ sehen. Noch immer geht nicht einiges, sondern alles: Prog-, Indiepop und Rock mit so ziemlich jeder Vorsilbe, die man sich vorstellen mag. Eine Armada entfesselter E-Gitarren trifft auf zurückhaltende Knöpfchendreherei, apokalyptische Bläser auf schmachtende Streicher und breitbeiniges Gepose auf kleine Gesten.

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