Sie lassen sich nicht so einfach vereinnahmen. Zwar sorgten Katzenstreik vor zehn Jahren maßgeblich mit dafür, dass Emo-Core in Deutschland populär wurde. Mit den geschminkten Kids vom Bahnhofsvorplatz haben sie aber nicht viel gemeinsam. Auch musikalisch gehen sie ihre eigenen Wege, unterbrechen ihren emotionalen Rock für jamaikanische Offbeats oder Post-Rock-Einflüsse mit Vibraphon, irritieren aber auch mit ihrem Auftreten (gern auch mal in Frauenkleidern) und ihren Texten – nicht nur weil die mal in deutscher, mal in englischer Sprache gesungen sind, sondern auch, weil sie der Szene liebgewordene Gewissheiten mit viel Witz streitig machen. Ein Konzert von ihnen liefert neben musikalischer Spannung auch Gedankenfutter.