Die Briten Wild Beasts sind die Exzentriker unter den Indiebands. So ist es nur passend, dass sie ihren Namen der Anfang des 20. Jahrhunderts aufkommenden Künstlerbewegung Fauvismus (französisch für „wilde Bestien“) entlehnten. Dem theatralischen Pop ihres Debüts „Limbo, Panto“ hat das Quartett für sein aktuelles Album dennoch ein Stück weit abgeschworen, was seinen Liveshows durchaus zuträglich ist. Denn auf dem von Rhythmus und derben Sextalk getriebenen „Two Dancers“ darf nicht mehr nur das Falsett ihres ekstatischen Frontmanns Hayden Thorpe berauschen, sondern auch der melancholisch anmutende Tenor von Bassist Tom Fleming. Das „zwei Bands in einem“-Prinzip – es funktioniert prächtig bei den Wild Beasts.