Auf dem schwarzen Laken an der Bühnenrückwand prangt in weißen Lettern „Florian Horwath“. Eigentlich soll dieser nur als Support für Element Of Crime auftreten, doch deren Kopf Sven Regener kündigt Horwath an, als sei er genau der, auf den das Publikum gewartet hat. Und da kommt er, schlank, mit dunklem Lockenkopf und ganz in Weiß gekleidet. Seine Stimme leiert und krächzt und kippt lang gezogen über die Noten, unter dem Gesang sanfte, bald klappernde Melodien. Vielleicht hat man tatsächlich auf ihn gewartet, diesen nicht mehr allzu jungen Wahlberliner, dessen österreichisch gefärbte Zwischenmoderationen sympathisch aus dem Gesamtbild fallen. Nun bespielt Horwath auf eigene Faust die Bühnen. Das Format dazu hat er erwiesenermaßen.

Video-Tipp: „Yeah Yeah Yeah Yeah “ von Florian Horwath