Wir staunten nicht schlecht, als uns Fräulein Keys 2001 am Klavier wirklich meisterhaft „Fallin'“ vorklimperte. Jetzt, Jahre später, hat die New Yorkerin bereits bewiesen, dass sie weitaus mehr kann, als nur einen Welthit zu schreiben. Mit großen Gesten einer emanzipierten R&B-Königin steht sie auf der Bühne, tanzt in glitzernden Bühnenoutfits rockiger als Beyoncé. „I Am Superwoman“ singt sie unbescheiden, aber so ganz Unrecht hat sie nicht. Die 30-Jährige weiß, wie sie ihr Publikum mitreißt. Umgeben von einer gewaltigen Lichtshow quatscht sie ungezwungen zwischen den Songs und animiert mit einer etwas burschikosen HipHop-Attitüde. Das steht ihr zwar ganz gut, aber die souligen Schmusesongs am Klavier passen deutlich besser.

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