The Crookes sehen aus wie mitten in der Pubertät. Als sie im letzten Herbst beim Hamburger Reeperbahn Festival auftraten, blieb allerdings keine Zeit, sich Gedanken über Erwartungen und Vorurteile zu machen, weil das Quartett aus Sheffield das Publikum mit seinem romantisch klingenden Indiepop sofort umhaute. The Crookes vereinen das Pathos von The Smiths mit der Dringlichkeit von The Libertines. Ihre herzzerreißenden Melodien erinnern an die 50er- und 60er-Jahre, ihren Texten hört man an, dass die vier sich beim Literatur-Studium kennenlernten. Beim Reeperbahn Festival stürzte Sänger George Waite sich am Ende übrigens mit der Ukulele ins Publikum und schmetterte „Tell England“ einfach so in den Raum – bis die Ukulele kaputt war. So müssen Konzerte sein.

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