Schon lange spielen Mötley Crüe live die gleichen Songs in der gleichen Reihenfolge mit den gleichen Gitarrensoli. Es scheint, als seien die wilden Hair-Metaller, die dank Sex und Drogen mit Vollgas durch die Achtziger rauschten, heute nur noch müde Showmaster, die ihr eigenes Erbe verwalten. Besonders in den USA funktioniert das äußerst erfolgreich, ihre Konzerte sind ausverkauft. Neben den alten Fans kommen nämlich auch junge Anhänger, die „The Dirt“, die schrille Bandbiografie gelesen haben und nun erleben wollen, wie wüste Rocker rocken. Leider sind Sänger Vince Neil, Promi-Schlagzeuger Tommy Lee und der Rest der Band aber nur noch ein glanzloses Wirtschaftsunternehmen, das mit musikalisch perfekt choreographiertem Entertainment angestaubte Rock-Klischees vermarktet.

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