Seit über 30 Jahren nennt Steven Demetre Georgiou sich schon Yusuf Islam. Bekannt ist er aber noch immer als Cat Stevens. Er war ein Musikgott für die Mädchen der 70er-Jahre, die nach Patschuli rochen und Räucherstäbchen anzündeten, sensibel, idealistisch. Das war Knutschmusik. Und die macht auch heute noch fürchterlich sentimental. Wenn er seine Gitarre streichelt und dazu mit sonorer Stimme, die ein ganz dezentes Tremolo eingebaut zu haben scheint, „Father And Son“, „Morning Has Broken“ oder „Peace Train“ singt, bekommen alle Gänsehaut, automatisch. Er ist alt, er hat einen Bart, seine asketische Lebenseinstellung wirkt weltfremd, er rockt nicht. Alles andere als das. Aber er berührt. Noch immer. Weil die Probleme von damals die von heute sind.