Die Revolverhelden ballern gern mit einfach gestrickten Songs und gefühligen Texten mitten in die Charts rein. Allerdings treffen sie selten Herz oder Hirn. Die halbherzig herausposaunten Rockerfloskeln wirken zu aufgesetzt, damit man sie den netten Jungs abkauft. Die Lieder sind einander zu ähnlich, um dauerhaft im Gedächtnis zu bleiben. Wenigstens kann man der Band keine Inkonsequenz vorwerfen: Ihr wenig inspiriertes Deutschrock-Konzept ziehen sie seit Jahren eisern durch.Warum auch etwas daran ändern? Das, was sie machen, machen sie nämlich gut.An der Live-Performance und vor allem Johannes Strates ausdrucksstarker Stimme gibt es technisch wenig zu bemängeln. Aber echte Revolverhelden schießen mit schärferer Munition.

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