In seiner Heimat Israel sind Asaf Avidans Konzerte stets Wochen vorher ausverkauft. Kein Wunder, denn Avidan ist das, was man eine Rampensau nennt. Jemand, der immer 200 Prozent gibt und im Wechselspiel der Emotionen nichts zurückhält. Avidan rockt, dass sich seine Halsadern wölben, er kickst und grollt mit dieser Stimme, die so gar nicht nach einem schmächtigen 31-Jährigen klingt, sondern eher nach Janis Joplin. Dann wieder streicht er sanft über die Saiten seiner Gitarre zu einer Ballade, die uns die Tränen in die Augen treibt. So beeindruckend ist das, dass Avidan keine Begleitung auf der Bühne bräuchte, aber die Mojos zähmen den wilden Sound mit Cello, sanften Gitarren und schreitendem Schlag zeug. So klingt wahre Hingabe.