Sir Simon ist weder adelig noch ein Kämpfer, wie sein gelegentlicher Namenszusatz „Battle“ vermuten lässt. Wenn der Berliner mit dem Eulenblick für eine kuschelige Akustikgitarrensession ans Mikro tritt, pogt garantiert niemand vor der Bühne. Sobald die Band-Kumpels dazustoßen, wird der Sound zwar etwas robuster, trotzdem sind die Songs von Sir Simon vor allem lauschig mit einem Hang zur Depression. Man sollte sich also gut am Bier festhalten und ab und zu einen kleinen Schluck nehmen, um ein drohendes Tränchen zu unterdrücken. Und sehr freundlich wäre es, dem Musiker nach dem Konzert einen auszugeben. Auch wenn Adel verpflichtet, warum den Spieß nicht mal umdrehen und Sir Simon für seine schöne Musik belohnen?

Video-Tipp: „The Last Year“ von Sir Simon Battle