„Mogwai“ heißen die niedlichen Pelztiere, die sich im Film „Gremlins“ von einer Sekunde zur anderen in Monster verwandeln. Das ist ein ziemlich treffendes Bild für die Musik der gleichnamigen Band. Melodie und Krach liegen hier stets nahe beieinander. Songs, die oft fünf Minuten klingen wie ein Flüstern, schwellen nicht selten zu maximalem Gitarrenlärm an. In ihrer Mischung aus Ruhe und Bedrohlichkeit erinnern die Konzerte der Schotten manchmal an das sanfte Vibrieren vor einem Erdbeben. Von Postrock-Klischees halten sich Mogwai trotzdem fern. Auf ihrem aktuellen Album sind sogar zwei Stücke mit Gesang. Auf einem liest Gitarrist Barry Burns mit verzerrter Stimme aus Berliner Wohnungsanzeigen vor. Sage noch jemand, es gäbe keinen Humor in dem Genre.

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