Alles begann mit leeren Taschen, aber reichlich Tatendrang. Hutch Harris hatte bereits die ersten Songs geschrieben, bevor er eine Band um sich scharrte. Dann hieß es ab in den heimischen Keller und losmucken. Diesen Charme des Unprofessionellen wollen sie heute weder im Studio noch auf der Bühne missen. Hier hört man nichts Überproduziertes, sieht keine choreografierte Show, sondern drei Musiker, die vor Tatendrang schon mal Gefahr laufen, ihre Instrumente zu beschädigen oder das Mikrofon zu verschlucken. Man könnte meinen, der Barmann würde ihnen eine Provision zahlen, denn nach einer satten Portion ihrer intensiven, punktgenau abgefeuerten Songs schleift man sich dehydriert zum nächsten Bier. Oder vielleicht lieber doch gleich zur Literflasche Wasser.

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