Die Arctic Monkeys sind wie das hässliche Entlein, das langsam zum Schwan wird. Zumindest, wenn es um ihre Konzerte geht. Vor fünf Jahren stand Sänger Alex Turner nämlich noch steif wie ein eingetrockneter Pinsel auf der Bühne und ähnelte in seiner Unbeholfenheit einem tollpatschigen Küken. Mittlerweile wird das britische Indierock-Quartett aber nicht nur mit jedem Album cooler, sondern auch mit jedem Konzert. Unterstützt durch einen zusätzlichen Keyboarder, ist ihr Live-Sound voll und perfekt. Dazu strahlt Turner mittlerweile eine gewisse Lässigkeit aus. Er trägt Sakko oder Parka, lässt die Bühne von Kunstnebel einhüllen und sich selbst gelegentlich sogar mal zu einer Ansage hinreißen. Nur eins tut er immer noch nicht: tanzen. Aber dafür gibt es ja das Publikum.

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