Lou Barlow, Jason Loewenstein und Bob D’Amico tun auch 25 Jahre nach der Bandgründung auf der Bühne das, was sie schon immer getan haben: in T-Shirts mit hängenden Schultern herumstehen, die Instrumente bewusst immer nur bei 90 Prozent gestimmt halten und Songs lakonisch herunterrotzen, die zu den besten des vergangenen Lo-Fi-Vierteljahrhunderts gehören. Bei der Reunion-Tour fast in Originalbesetzung baut das Trio aus Massachusetts sein Set rund um das Erfolgsalbum „Bakesale“ und zimmert zwei Stunden lang die Post-Punk-Apathie der frühen 1990er-Jahre aus den Boxen. Barlow, der ewig Missgelaunte mit der zu groß geratenen Brille, spricht mittlerweile sogar mit seinem Publikum. Cool, hätte er bei der Qualität von „Skull“ oder „Magnet’s Coil“ aber eigentlich gar nicht nötig.

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