Die Gründungsmitglieder Joey Burns und John Convertino spielten ursprünglich in der Gruppe „Giant Sand“. Inspiriert von einer Vielzahl alter Instrumente, die sie in den Lagern von Musikgeschäften fanden, entstand die Idee, eine Band zu gründen und einen auf akustischen Instrumenten basierten Mix-Sound zu schaffen. Unter dem Namen „Spoke“ veröffentlichten sie 1997 bei dem bayrischen Independent-Label „Hausmusik“ ihr erstes Album als LP. Bei Veröffentlichung auf CD hatte sich die Band in Calexico umbenannt, Spoke war dann nur noch der Titel des Albums. Innerhalb weniger Jahre wurde Calexico mit atmosphärischen Songs und Instrumental-Stücken, die oft mit Film-Soundtracks verglichen wurden, sowohl in Amerika als auch in Europa sehr erfolgreich. 2012 veröffentlichten sie mit „Algiers“ ihr bereits siebtes Studioalbum. Die Band vereint unterschiedliche Musikrichtungen wie mexikanischen Mariachi, Folk- und Country-Rock, Latin Jazz oder Desert- und Gringo-Rock. Der Stil wird mittlerweile auch als „Tucson-Desert-Rock“ bezeichnet.

Video Tipp: Calexico – Quattro

Allein die abgeschabten Instrumente sind die Show! Damit vertonen Calexico rohholzigen Roots-Rock, Momentaufnahmen aus dem ländlichen Leben im Süden der USA an der Grenze zu Mexiko, wo die Hitze flirrt, sich das Leben zäh wie in Zeitlupe zieht und der Tequila die Sorgen wegspült. Calexico sind die letzten großen amerikanischen Geschichtenerzähler. Und ihre Songs sind wie ihre Instrumente: nicht hübsch und glänzend, dafür rau und lebensecht, mit groben Kanten und tiefen Furchen.

Das Album „Algiers“ exklusiv im Spotify-Stream