Diese Frau wird unterschätzt. Dabei bergen die Songs ihres Zweitlings „June“, erschienen im Oktober 2011, durchaus Potenzial, die sympathische Wahlberlinerin zum Underground- Liebling zu machen. Um ihre glockenhelle Stimme, die irgendwo zwischen Kate Bush und Björk pendelt, wickelt sich zuckriger Pop, der mal pompös und mal ganz sanft daherkommt. Das mag sogar der beinharte Rapper Marteria, der Julia via Facebook „Props“ für ihre Ohrwurm-Single „Matrioszka“ aussprach.

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