Die Bandidee und der Name Fehlfarben entstanden während eines Englandurlaubs, bei dem sich einige Mitglieder vom dortigen Ska-Fieber anstecken ließen. So war auch die erste Single „Abenteuer & Freiheit“ noch sehr stark skalastig. Allerdings gab die Gruppe den Ska-Sound schon bald auf. Die aus der Punk-Szene stammenden Mitglieder, die teilweise zur allerersten Generation gehören, wurden von da an als Punk-Verräter bezeichnet, weshalb es auch zu einem Publikumswechsel kam. Auch wurde die Band aus der Szene deutlich kritisiert und von anderen Gruppen geschmäht. 1980 erschien das Debütalbum „Monarchie und Alltag“, das in der damaligen deutschsprachigen Rockszene einen immensen Stellenwert erreichte und auch heute noch als eines der besten deutschsprachigen Rockalben gilt. Der einzige große Hit der Fehlfarben war das vom Funk-Stil beeinflusste Lied „Ein Jahr (Es geht voran)“. Die Hausbesetzerszene identifizierte sich mit diesem Stück, so dass es häufig als „Hausbesetzerhymne“ bezeichnet wird. Kurz nach Veröffentlichung des Debüts trat Sänger Peter Hein aus der Band aus, weil er sich zwischen Band und Beruf entscheiden musste.

Video Tipp: Fehlfarben – Platz Da

Eine erste Wiederbelebung in Originalbesetzung gab es bereits wieder Anfang der 90er. Doch erst im Jahr 2002 erschien mit „Knietief im Dispo“ ein neues Lebenszeichen der Fehlfarben.

2012 erschien das Album „Xenophonie“. Im September 2012 folgt eine Tournee durch Deutschland und Österreich.

Das Album „Xenophonie“ exklusiv im Spotify-Stream