Zwei große Poeten der deutschen Gitarrenmusik machen als Kid Kopphausen gemeinsame Sache: Zum einen Nils Koppruch, rastloser Großstadtcowboy und wortgewandter Geschichtenerzähler, der Mitte der 90er als Erster amerikanischen Country und Folk adäquat ins Deutsche importierte und es noch bis heute grandios tut. Sein genialer Konterpart ist Gisbert zu Knyphausen, die ehrliche Haut mit der Gitarre. Seine Songs sind Seelenstrips im Freudschen Sinne – schonungslos ehrlich und direkt an der Wurzel der Probleme unserer Generation. Nun gehen sie gemeinsam einen Schritt forwärts, wie Nils Koppruch fast schon schwärmt: „Ich wollte etwas schaffen, das größer ist, als ich es allein sein könnte.“ Die beiden setzen sich mit dir an den Tresen und erklären dir das Leben. Mal lehrreich um die Ecke, mal direkt ins Gesicht. Gemeinsam sind sie kein Duo, sondern eine Band, wie Koppruch betont. „Wir wollen Chefs sein und zusammenschmeißen, was uns ausmacht“, erklärt er. „Und dann sind da die Musiker als drittes Element, damit das Ganze über das hinausgeht, was wir mitbringen.“ Wie das live aussehen wird, haben Auftritte der beiden über die Jahre gezeigt. Sie lieben es puristisch, verzichten auf jede Show, um die Musik klar in den Vordergrund zu rücken. Koppruch: „Ich stelle mir so eine Jazzband vor“ – worüber Knyphausen nur lachen kann: „Du immer mit deiner Jazzband. Wir wollen fünf Typen auf einer Bühne sein, die es lieben, Musik zu machen.“

Video-Tipp: „Die Aussicht“ von Nils Koppruch & Gisbert zu Knyphausen aka. Kid Kopphausen

Tim Pommerenke

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