Wie soll man es finden, wenn der Sänger einer Crossover-Band, deren Musik teilweise tief im Metalbereich fischt, zwischen den Parts des üblichen brachialen Schreiens die Zeilen mit einer herrlich melodischen Stimme vorträgt? Christoph von Freydorf tut es und macht damit jedem Genrefetischisten das Leben schwer. Emil Bulls lassen sich so jede Option offen, Einflüsse aus allen Bereichen mit in ihre Musik einzubauen.

Neben massivem Gitarrensound in guter Metaltradition finden sich auch reihenweise Einflüsse aus der Popmusik in ihren Stücken wieder, wie etwa von Sade oder A-ha. Darf man das? Man muss es, wenn man nicht von der wabernden Blase des NuMetal verschluckt werden will. Die Emil Bulls lassen sich nicht auf Genres festnageln, und das ist gut so.

Video-Tipp: „Not Tonight Josephine“ von den Emil Bulls