Hurts haben eine der ganz großen Pop-Karrieren der letzten Jahre hingelegt. Der unglaubliche Erfolg ihres Überhits „Wonderful Life“ ließ zunächst nur eine weitere Eintagsfliege vermuten. Zu totgedudelt wurde der Song, als dass danach noch viel zu erwarten schien. Diese Befürchtungen hat das Duo aus Manchester eindrucksvoll widerlegt. Ihr erstes Album „Happiness“ ist eine Pop-Revue ohne Füller, komplett mit 80er-Zitaten und dem richtigen Gespür für große Melodien und meterhohe Klangwände.

Mit ihrem Debüt machten Hurts ihrem Namen alle Ehre und feierten den schönen Schmerz des Pop in einer Perfektion, die vor ihnen zuletzt den Pet Shop Boys gelungen war. Spätestens mit „Stay“, der Nachfolgesingle zu „Wonderful Life“, zementierten Theo Hutchcraft und Adam Anderson ihre rasant gewonnene Vormachtstellung in der Branche. In Deutschland haben sie ihren Erfolg auch Til Schweiger zu verdanken, der „Stay“ für den Abspann seines Kinoschlagers „Kokowääh“ verwendete. Fortan wurden Hurts mit Auszeichnungen vom Bambi über den Echo bis zum MTV Award überhäuft.

Ihr größter Erfolg war aber die Tour zum Album: Es bedarf schon besonderer Fertigkeiten als Sänger und Performer, ein derart glattes und perfekt produziertes Werk wie „Happiness“ so auf die Bühne zu bringen, dass es berührt. Aber wer gedacht hatte, dass die Engländer eben daran scheitern würden, sieht sich bereits seit Monaten schwer getäuscht. 2010/11 haben Hurts die Massen bereits in Taiwan, Israel, Estland oder Indonesien zum Schwelgen gebracht – ein Triumphzug!

Video-Tipp: „Wonderful Life“ von Hurts