„The Big Roar“ heißt das erste reguläre Album der drei Waliser, mit dem ehrlicherweise fast nicht mehr zu rechnen war. Bandumbesetzung, Namensänderung, kleinteiliges Puzzlen an EPs im Studio, Album um satte zwölf Monate verschoben und endlose Touren durch europäische Clubs. Das war jahrelang das Geschäft der Band um die krawallige Sängerin Ritzy Bryan, die von der britischen Presse bereits seit der Debütsingle „Austere“ als neues Role Model in Sachen Coolness bezeichnet wird. Der furiose Brückenschlag zwischen Dream-Pop und hartem Grunge erzeugt auch aktuell wieder Begeisterung in den Konzerthallen, denn galliger hat seit den Pixies und Nirvana niemand mehr Refrains leise gewispert und Strophen stolz gebrüllt.

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