Pink ist eine Farbe für Mädchen. Und die sind es auch, die bewundernd kreischen, wenn die 30-jährige rotzige Göre auf die Bühne fliegt wie Akrobaten in einer Zirkusaufführung. Eine Nummer reiht sich an die andere, wild, bunt, laut, Applaus, Umziehen, nächstes Lied. Da kann nichts passieren, es sei denn, das Trapez wäre defekt oder einer der Scheinwerfer. Alles ist perfekt bis ins Detail geplant wie bei den Wagner-Festspielen. Das ist so aufregend wie Automatenkaffee. Für Interaktion ist keine Zeit, das Publikum quietscht und raunt, Pink sagt kluge, politisch korrekte Statements auf, weiter geht’s. Pinks Engagement in Ehren – ihre Konzerte sind seelenlos wie eine DVD. Wenn es diese in 3D-Qualität gäbe, könnte sie in Zukunft einfach zu Hause bleiben.

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