Noch 2005 musste man sich vor einem Konzert von Chan Marshall alias Cat Power fragen: Wird sie die Bühne betreten? Aufrecht stehen können? Sich an ihre Songtexte erinnern? Damals trank die zierliche Sängerin jeden Abend die Minibar ihres Hotelzimmers leer und sagte vor lauter Selbstzweifeln häufig Konzerte ab. Doch das ist längst Vergangenheit. Seit ihrem Alkoholentzug 2006 lenkt die Indiesoulqueen einzig und allein mit ihrer außergewöhnlichen Stimme die Aufmerksamkeit auf sich. Während sie auf ihrem Cover-Album „Jukebox noch Frank Sinatras „New York“ oder Billie Holidays „Don’t Explain“ neues Leben einhauchte, hat sie mittlerweile den ursprünglichen Sound um Memphis Soul oder Delta Blues weitestgehend verlassen. Auf ihrem Album SUN von 2012 hat sich Cat Power in Klang wiedergeboren, das Album klingt wie eine neue Unabhängikeitserklärung. Elektronikklänge sind hinzugekommen, die Gitarren sind mehr Synthesizern gewichen. Was bleibt ist ein einzigartiges Charisma. Vor allem live gehen ihr die Songs in Leib und Seele über, weshalb wilde Tänze und exzentrische Gesten zu jedem Konzert
von Cat Power dazu gehören.

Sehen Sie hier das Live-Video zur Single „Lived in Bars“: