Der britische Marihuana-Liebhaber nennt sein liebstes Kraut gerne „Cheeba“. Kein Wunder, dass Ende der 90er, als Sängerin Skye und Paul Godfrey am DJPult durchstarteten, die Joints auf der Bühne nie ausgingen. Auch deshalb, weil man regelmäßig eifrigen Austausch mit dem Publikum betrieb.

Seit Gründung der Band im Jahr 1995 hatte die charismatische Londonerin dem groovelastigen Chillout-Sound des experimentierfreudigen Brüderpaars mit ihrer soulig-sanften Stimme seine besondere Note verliehen. Das Resultat: Morcheeba erlebten Mitte der Neunziger einen rapiden Aufstieg und etablierten sich an der Seite von Acts wie Massive Attack und Portishead als eine der Vorreitergruppen des Jahrzehnts. Ihr entspannter, aber zugleich meist melancholisch-düsterer Mix aus Trip-Hop und Pop prägte nicht nur das erfolgreiche Debüt „Who Can You Trust?“ (1996), sondern ließ auch Folgealben wie „Big Calm“ (1998) oder „Charango“ (2002) zu Genremeilensteinen werden.

Video Tipp: Morcheeba – What’s Your Name

2004 ging die Stimme von Morcheeba von Bord, um sich auf ihre Solokarriere zu konzentrieren. Das verbleibende Duo versuchte während Sykes sechsjährigen Landgangs mit diversen Ersatzkandidatinnen auf Kurs zu bleiben.

Seit 2010 ist Shirley Klarisse Yonavive Edwards, kurz „Skye“, wieder zurück im Boot und das Trio im Studio und auch live wieder vereint. Ein neues, mit internationalen Gastmusikern entstandenes Album erscheint Ende 2013.

Das Album „Blood Like Lemonade“ exklusiv im Spotify-Stream