Für Punk waren Bad Religion im Grunde immer zu intelligent. Statt Dosenbier trinkend den Sturz des Staates zu fordern, fielen die kalifornischen Punk-Aushängeschilder in ihren gut drei Jahrzehnten Bandgeschichte vor allem durch ihre bissfesten und intelligenten Texte aus der Feder des Uniprofessors Greg Graffin auf.

1980 gründete sich Bad Religion in Los Angeles. Zwei Jahre später veröffentlichten sie ihr erstes Album „How Could Hell Be Any Worse?“, das heute als eines der bedeutendsten Alben des frühen US-Westcoast-Punks angesehen wird. Nach ihrem Stilwechsel, ein Jahr später, stieg der Großteil der Band aus. Erst 1987 fand sich die Band in der Fast-Originalbesetzung wieder zusammen. Das Album „Suffer“ (1987) gilt bis heute als eines der besten Punkalben überhaupt und war stilprägend für den melodischen Punk Rock.

Video-Tipp: Bad Religion – Los Angeles Is Burning

Zum 30-jährigen Bestehen der Band erschien 2010 ein Live-Album, welches für eine kurze Zeit kostenlos heruntergeladen werden konnte. Im Januar 2013 erschien das 16. Studioalbum „True North“.

Trotz der vielen Jahre haftet Bad Religion live immer noch ein zweifelhafter Ruf zwischen ausdrucksloser Mimik, praktisch nicht existenter Performance und sympathischem Schülerbandgusto an. Aber diese Nichtbeachtung vieler Bühnenregeln ist ja auch irgendwie Punk.

Das Album „True North“ exklusiv im Spotify-Stream