Alan Parsons war Tontechniker der Beatles und wirkte dort an deren letzten Alben mit. Eric Woolfson war Manager von Carl Douglas, der mit dem Song „Kung Fu Fighting“ einen Welthit landete. Als Songschreiber für Stones-Produzent Andrew Oldham hatte er sich einen Namen gemacht.

Beide trafen sich 1974 und beschlossen, ihre eigene Musik herauszubringen. Woolfson war von Edgar Allan Poe begeistert und wollte ihn vertonen, Parsons wollte sein Talent „sichtbarer“ machen. So gründeten sie „The Alan Parsons Project“ und luden dazu viele Gastmusiker ein. 1976 erschien das erste Album „Tales of Mystery and Imagination – Edgar Allan Poe“, eine Sammlung von vertonten Kurzgeschichten des amerikanischen Schriftstellers. Es folgten neun weitere Alben, die in der Regel um ein zentrales Thema konzipiert waren. Ab 1981 entwickelte sich der Stil weg von Konzeptalben hin zu eher locker thematisch strukturierten Songsammlungen. Mit dem unerwarteten Erfolg des Songs „Eye In The Sky“, der ein Top-10-Hit wurde, wurde die Musik des Projektes salonfähiger. Das Album ist eines der ersten weltweit, das komplett mit digitaler Technik aufgenommen wurde.

Video Tipp: The Alan Parsons Project – Prime Time

1990 wollte Woolfson Freud vertonen. Ein Bekannter schlug ihm ein Musical vor, das schließlich unter dem Titel „Freudiana“ im Wiener Theater uraufgeführt wurde. Parsons produzierte das Album allerdings nicht unter dem Bandnamen, da er die Ausrichtung des Projektes nicht durch eine Musical-Produktion „verwässern“ wollte.

Kurz danach löste sich das Alan Parsons Projekt auf. Parsons brachte in der Folge nur noch unter seinem eigenen Namen weitere Platten, darunter auch zwei Livealben, heraus. Woolfson schrieb mehrere Musicals auf der Grundlage früherer ProjeKt-Alben. Er starb am 2. Dezember 2009.

Erst 2003 wurde eine neue Live Band gegründet, die sich nun Alan Parsons Live Project nannte. Es folgten einige Tourneen.

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