Roland Bless und Ingo Reidl, zwei Gymnasiasten aus Bietigheim, gründeten 1975 mit ein paar Freunden die Band „Crusade“. Um ein Gefühl für die Band zu bekommen, spielten sie vorwiegend Coverversionen. Hartmut Engler nahm bei Reidl Klavierunterricht. Schließlich sang er bei Crusade vor und wurde der neue Sänger. Engler bewies sich auch als guter Songwriter und schrieb über zwischenmenschliche und gesellschaftliche Themen. Der Gruppenname wurde in „Opus“ geändert. Von ihren Ersparnissen nahm die Band ihr erstes Album mit dem Titel „Opus“ auf. Doch es fand sich keine Plattenfirma, die dieses Erstlingswerk veröffentlichen wollte. Die Band verkaufte das Album auf ihren Konzerten. 1985 veröffentlichte die gleichnamige österreichische Band „Opus“ die Single „Live Is Life“, die auch in Deutschland zur meistverkauften Single des Jahres wurde, worauf die deutsche Band ihren Namen in „Pur“ änderte. Mit dem Wechsel des Bandnamens begann der Erfolg der Gruppe. Pur wurde 1986 Bundesrocksieger und veröffentlichte ein weiteres selbstproduziertes Album mit dem Album „Pur“. 1988 gewannen sie den Nachwuchspreis „Goldene Europa“. Mit „Funkelperlenaugen“ gelang ihnen zudem ein erster Radiohit weit über das baden-württembergische Sendegebiet hinaus.

Das Album „Unendlich mehr“ war die erste Pur-CD, die 1990 in den deutschen Album-Charts auftauchte. Auch die Single „Lena“ war die erste Single der Band in den Charts. Die Erfolgskurve stieg steil nach oben. Pur avancierte mit ihrem nächsten Album „Abenteuerland“ zur kommerziell erfolgreichsten deutschen Popband. 1997 arbeiteten Pur an dem Album „Mächtig viel Theater“. Die erste vorab erscheinende Single „Wenn du da bist“ erzielte eine Goldene Schallplatte und war damit die bis dahin erfolgreichste Pur-Single. 2001 feierte die Gruppe ihr 20-jähriges Bühnenjubiläum.

Video Tipp: PUR – Irgendwo

Während Pur im Jahr 2005 eine Pause machte, veröffentlichte Hartmut Engler sein erstes Soloalbum „Just A Singer“. 2008 pausierten die Mitglieder von Pur ein weiteres Mal. Die Pause wurde nur im September durch ein einziges Benefizkonzert in ihrer Heimatstadt unter dem Motto „Wir wollen helfen“ unterbrochen. 2010 wurde offiziell bekannt gegeben, dass Roland Bless und Pur wegen „menschlicher und musikalischer Differenzen“ von nun an getrennte Wege gehen. 2012 meldeten sie sich mit dem Album „Schein & Sein“ zurück.

Das Album „Schein & Sein“ exklusiv im Spotify-Stream