Di, 15. Oktober 2019 Uhr
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PRINZ unterwegs: Woodkid im Palladium Köln

Die meisten von euch kennen seine tiefe Stimme aus der Werbung eines bekannten Mobilfunkanbieters. PRINZ hat Woodkid vergangenen Samstag auf einem seiner Konzerte in Köln besucht.



Woodkid ist neu. Was anderes. Schon auf dem Weg nach Köln versuchten wir Woodkid in eine Schublade zu stecken – vergeblich. Auf Wikipedia heißt es, es sei eine Mischung aus den Genres „Indie, Alternative und Pop“. Doch wir entdeckten auch klerikale, klassische und elektronische Elemente in seinen Songs. So etwas hat man vorher noch nicht gehört. Der rockige, kleine Franzose mit schwarzem Vollbart, Hip Hop Cap und Tatoos auf dem Arm hat eine gewaltige, tiefe und ruhige Stimme, die durch ein Streichorchester, Trommler oder Elektrobeats toll zur Geltung kommt. Nicht nur in Sachen Musik hat uns der Künstler, dessen bürgerlicher Name Yoanne Lemoine ist, ganz Neues gezeigt, er ist auch ein sehr experimenteller Musikvideo-Regisseur (z.B. das bunte, poppige Video „Teenage Dream“ von Katie Perry) und inspirierte 2012 den Chefdesigner von Dior Homme bei dessen Kollektion und Modenschau. Woodkid lässt sich also nicht in Schubladen stecken, sondern überrascht immer wieder mit Neuem.

Auch das Publikum war eine heterogene Mischung aus Studenten, Hipstern, Modebegeisterten und Menschen wie du und ich. Woodkid war mit vielen Doppelgängern vertreten, so fanden wir den einen oder anderen Rauschebart und tätowierten Arm vor. Die Stimmung war gut, die meisten schlossen immer wieder die Augen, um sich auf die einzigartige Musik zu konzentrieren, andere konnten ihre Augen nicht von den bewegten Bildern auf der riesigen Leinwand hinter Sänger und Musiker wenden.

Simon S., ein Student aus Köln, empfand das Konzert als „optische und akustische Explosion“. Auch von den Specialeffects waren viele begeistert,  z.B. haben Janina W. „die Bilder mit der Kirche am Anfang“ sehr gut gefallen. Die Videos waren sehr eindrucksvoll, gerade zu künstlerisch gestaltet. So befand sich das Publikum anfänglich in der Kirche, kämpfte zeitweise gegen riesige Roboter oder hatte eine große schwarz-weiße Skyline vor Augen. Zum Schluss wurde auf der kompletten Bühnenleinwand die Statue eines Wikingerjungen gezeigt. Nach und nach bröckelte die Statue und man hatte das Gefühl, je lauter das Publikum jubelte, desto schneller der Zerfall.

Sophia D. hat das Konzert treffend zusammengefasst: „Es war einfach bombastisch und stilistisch auf dem höchsten Level!“ Ihre und auch unsere Erwartungen wurden „wesentlich übertroffen“.

Die nächsten Konzerte:

10.03.2014 in Mainz (Phoenixhalle)
11.03.2014 in München (Zenith)

08.06.2014 Rock am Ring
09.06.2014 Rock im Park

Infos zu weiteren Konzerten findet ihr hier, auf der offiziellen Homepage von Woodkid.

Woodkid „Run Boy Run“ from WOODKID on Vimeo.


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