So, 8. Dezember 2019 Uhr
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PRINZ im Interview: Anna F.

Wen habt ihr heute morgen gesehen, als ihr in den Spiegel geschaut habt? Anna F. sah sicherlich ein freudestrahlendes Gesicht. Ihr aktuelles Album „King In The Mirror“ ist auf dem Vormarsch! 



Wen habt ihr heute morgen gesehen, als ihr in den Spiegel geschaut habt? Anna F. sah sicherlich ein freudestrahlendes Gesicht. Ihr aktuelles Album „King In The Mirror“ ist auf dem Vormarsch! Anna F. begeisterte bereits im Vorprogramm von „The Naked and Famous“, Lenny Kravitz und James Blunt. Mit ihrem Song „DNA“ begeisterte Anna F. schon nach kurzer Zeit mehr als 300.000 YouTube-Viewer.

Aufgewachsen ist Anna in der österreichischen Steiermark. Mit 11 lernte sie Gitarre spielen. Kurze Zeit später folgten bereits erste Eigenkompositionen mit dem Kassettenrekorder. Dann verliert sich Anna einige Jahre im Strudel pubertärer Sinnsuche, bis sie beschließt, beim Schulabschlusskonzert ihrer Schule aufzutreten. Anna fängt wieder Feuer, die Musik wird erneut zum bestimmenden Teil ihres Lebens.

Als Anna Jahre später in Innsbruck ein Konzert für Lenny Kravitz eröffnen darf, ist der auf Anhieb so begeistert von ihr, dass er sie für den Rest seiner Europa-Tournee als Support-Act mitnimmt. Dort spielt sie jeden Abend vor bis zu 15.000 Menschen und fällt die folgerichtige Entscheidung: „Meine Zukunft liegt in der Musik. In meiner Musik.“ War ihr Debütalbum noch vorwiegend in der Tradition klassischer Singer/Songwriter gehalten, ist „King In The Mirror“ eine ganze Spur poppiger ausgefallen. 

Nun geht Anna F. mit ihrem Album auf Solo-Club-Tour! PRINZ nahm das zum Anlass, um sich mit ihr unter vier Augen zu unterhalten! Anna spricht dabei frei von der Leber weg. Statt künstliche Mauern zwischen sich und anderen zu ziehen, baut sie lieber Brücken, über die man ihr nur zu gerne folgt. Annas kreative Vielseitigkeit ist genauso beeindruckend wie die sympathische, fast schon unschuldig wirkende Euphorie, mit der sie darüber spricht; eine kreative Vielseitigkeit, die auf ihrem neuen Album „King In The Mirror“ eine akustische Entsprechung findet; und eine kreative Vielseitigkeit, die Anna erst einmal zu zügeln lernen musste, um sich nicht in ihr zu verlieren:

Du hast für die Entwicklung deines zweiten Albums vier Jahre gebraucht! Das ist ziemlich ungewöhnlich, vor allem bei jungen Künstlern, die erst eine CD veröffentlicht haben. Es hätte auch gefährlich werden können, weil die Öffentlichkeit schnell vergisst, und man dann praktisch wieder bei Null anfangen muss. Warum hat das neue Album so lange auf sich warten lassen?

Es ging nicht anders. Ich war einfach noch nicht bereit. Ich war auf der Suche nach meinem eigenen Sound und nach richtigen Songs.

Auf deiner ersten Platte hast du alle Songs geschrieben. Auf „King In The Mirror“ hattest du Partner. Warum dieser Wandel?

Das dauert eben immer so seine Zeit, bis man mit seinen Songs soweit ist und man kann kein bisschen Verantwortung abgeben. Deshalb habe ich mich entschieden das beim neuen Album einfach mal zu tun. Die erste Session war in New York und dann ging es nach Los Angeles.

Ich hab in einem Interview gelesen, wie komisch du dich in Los Angeles bei deiner ersten Session mit dem Produzenten gefühlt hast. Du hast das mit einem Warteraum beim Arzt verglichen!? Was war da denn los? War es gut, das Businiess mal von einer anderen Seite kennenzulernen?

Ja, ich hab das mit einem Besuch beim Zahnarzt verglichen. Ich dachte halt, man schreibt und macht Musik so, wie ich es vorher auch gewohnt war. Aber der Produzent war total gestresst und hatte kaum Zeit – im Studio nebenan wurde gleich noch eine andere Platte produziert und er lief ständig hin und her. Dann hieß es: „Setz dich dort hin auf den Hocker“, dann hat er mir gefühlt einen Akkord vorgespielt und mir gesagt ich solle dazu etwas machen. Trotzdem war es superspannend das Business mal von dieser Seite aus kennenzulernen.

In Berlin hast du ja dann einen guten musikalischen Partner gefunden- Das hat dem Album auch getan, wie ich finde. Deine Musik hat sich verändert verglichen mit der ersten Platte. Was hast du in der letzten Zeit gehört, was hat dich beeinflusst?

Ja, Philipp Steinke hab ich kennengelernt als ich nach Berlin gezogen bin. Er lebt ja dort und ist der Produzent von „Boy“. Da hat’s einfach gepasst – auch wenn er nicht sooo bekannt ist. Ich habe immer ein paar Platten, die ich rauf und runter höre. Zuerst war das Lykke Li. Dann Florence & The MachineLittle Dragon. Und Bon Iver. Ich bin immer spät dran mit allem. Diese Sachen habe ich ganz viel gehört.

Deine Debütsingle „Time Stands Still“ wurde vor einigen Jahren in Österreich einerseits bejubelt, andere wieder haben es nicht ernst genommen, weil es das Lied aus einem Werbespot war. Wie siehst du das?

Extrem turbulent. Ich würde heute nicht mehr alles machen, was ich damals gemacht habe, würde nicht mehr jede Kooperation eingehen. Heute überlege ich mir viel genauer, was zu mir passt. Da hat sich auf jeden Fall einiges verändert.

Du hast ja in der Zwischenzeit selbst auch die Hauptrolle in einem preisgekrönten Film gespielt. Wird es von dir demnächst mehr im Kino zu sehen geben?

Ja, mit einem georgischen Regisseur. Ein ziemlich weirder, stranger Film, der auf Festivals gelaufen ist. Arthouse halt. Für mich war es fast wie Urlaub. Bei der Musik hängt alles an mir. Ich bin ein ziemlicher Kontrollfreak und denke alles hundert Mal durch. Beim Film sagt der Regisseur, was du tun sollst. Das war sehr angenehm und erholsam. Mal schauen wie das in dieser Richtung weitergeht. 

Jetzt stehst du wieder im Scheinwerferlicht. Durch die Veröffentlichung in Deutschland wahrscheinlich noch mehr. Genießt du das eigentlich?

Klar genieße ich das. Gleichzeitig habe ich auch Angst davor, weil man so angreifbar ist. Aber ich will natürlich, dass viele Leute mein Album hören.

Was ist dein Ziel als Künstler?

Von der Musik leben zu können, ohne ständig überlegen zu müssen, ob man jetzt essen gehen oder sich seine Miete leisten kann. Das ist von ganzen Herzen das, was ich will. Ich will einfach leben können und mir keine Sorgen machen müssen über Finanzielles. 

Anna F. geht diesen Monat auf Club-Tour und promoted ihr aktuelles Album „King In The Mirror“! PRINZ verlost pro Stadt 1×2 Freikarten! Zum Gewinnspiel einfach auf den gewünschten Termin klicken! Hier die Termine:

Sonntag 20.4.2014 – Köln Studio 672
Montag 21.4.2014 – Hamburg Nochtspeicher
Dienstag 22.4.2014 – Berlin Privatclub
Mittwoch 23.4.2014 – München Kranhalle

Ihr wollt in das aktuelle Anna F. Album reinhören? „King In The Mirror“ als Spotify-Playlist:

 

 

 


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