Sa, 25. Mai 2019 Uhr
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PRINZ im Interview: RebellComedy

RebellComedy 2014 – noch größer, noch lauter und noch lustiger! Nach der ausverkauften „Roundhouse Lachkick“-Tour wollen die Rebellen es nun wirklich wissen.

Nach der ausverkauften „Roundhouse Lachkick“ Tour, der überragenden TV-Aufzeichnung in Düsseldorf und dem Auftritt beim Köln Comedy Festival folgt diesen Winter auch schon das nächste Highlight: RebellComedy kommt mit dem neuen Programm „…ist kein Spaß mehr!“ wieder auf Deutschlandtour.Genauso exquisit ist auch die hochklassige Besetzung der Comedians für die Liveshows: wie immer führt Khalid moderierend durch den Abend, während Ususmango, Benaissa, Pu, Hany Siam, Özcan Cosar, Enissa Amani und Alain Frei munter aus ihrem Leben erzählen.

Was ist eigentlich Rebell Comedy und seit wann gibt es euch?

Ususmango: RebellComedy wurde 2007 gegründet. Ich hab mit dem Babak Ghassim (gondebak) 2005 zusammen angefangen eine Comedyshow für Leute auf die Beine zu stellen, die genauso wenig über derzeitige, gängige Comedy lachen konnten wie wir selbst. Wir wollten eine Art Comedy-Show mit einer Prägung aus der Hip Hop-Welt. Wir wollten uns abheben von den gängigen Comedy-Formaten, die in den Medien präsent waren. Benaissa ist dann sehr früh dazu gestoßen. Danach haben wir direkt beschlossen, dass die Idee super Potenzial hat und haben RebellComedy ins Leben gerufen.

Könnt ihr euch erinnern wann ihr das erste Mal jemanden zum lachen gebracht habt?

Benaissa: Das hat schon von klein auf begonnen bei mir. Ich habe zum Beispiel immer meine Eltern zum lachen gebracht.

Ususmango: Ich war der Jüngste in meiner Familie. Der größte Antrieb war, dort meine Eltern und meine Geschwister zum lachen zu bringen. Das war für mich immer der größte Erfolg am Tag!

Benaissa: Ich  habe mich ja auch schon immer für Comedy interessiert, allerdings überwiegend für die amerikanische Comedy. Nebenbei habe ich Rap-Musik gemacht. Da habe ich auch schon mit viel Wortwitz gearbeitet. Erst als ich darauf gestoßen bin, das die Jungs dieses Format machen wollen und einen Moderator mit Hip Hop Background suchen, welches übrigens damals noch Fladenbrot-Comedy hieß,  wollte ich mehr in der Comedy Richtung arbeiten.  Also theoretisch mache ich das, was ich mit meinen Rap-Texten früher gemacht habe, nur jetzt eben im Comedy Bereich und kann auf diese Weise Leute zum lachen bringen. Ich finde ja auch das Rap und Comedy nahe beieinander liegen. Das Timing ist wichtig, sowie die Verwendung der Worte, das Feeling auf der Bühne und so weiter. 

Ususmango: Ich bin zwar nicht über die Musik dazu gekommen, war aber schon immer ein sehr großer Comedy-Fan. Mein damaliger Freundeskreis war auch immer schon lustig unterwegs. Wir hatten einen echt verrückten Humor. Da habe ich dann bemerkt das ich das Talent habe Leute zum lachen zu bringen um sogar noch einen draufzusetzen…und noch einen…und noch einen! Unsere ersten Comedy Shows haben wir dann in Aachen gemacht – ohne viel Übung und vor allem ohne Erfahrung. Das war auch gleich das erste Mal, dass ich auf einer Bühne stand. Bei dir doch auch Benaissa oder? 

Benaissa: Ja, ich stand zwar schon vorher auf einer Bühne und habe Musik gemacht, aber es war das erste Mal Stand-Up Comedy vor einem fremden Publikum. Beim Rap hast du einen festen, sicheren Text, aber bei Stand-Up musst du dich ganz anders verhalten. Das ist absolut nicht das Gleiche. Man ist ja bei der Comedy voll vom Feedback abhängig. Wenn ein Lacher fehlt, dann stehst du im Dunkeln.  Du gibst den Leuten ja im Vorfeld ein Versprechen sie an einem bestimmten Tag zum Lachen zu bringen. 

Ususmango: Auf jeden Fall.  Du musst die Zuschauer mit auf eine kleine Reise nehmen. Sie müssen sich deine Geschichten vorstellen können und eintauchen! Das ist die Königsdisziplin was den Bühnensport angeht! 

Auf welche Reise nehmt ihr denn eure Zuschauer? Was können wir bei eurem Programm erleben?

Benaissa: Die Leute wollen sich bestätigt fühlen und das versuchen wir zu erreichen. Wir hatten mal eine Rubrik im Programm, „True Storys“. Da konnten die Leute Geschichten aus ihrem Leben erzählen, die auf ihre eigene Art lustig sind. Normalerweise trauen sich die Leute so etwas gar nicht. Gerade auch bei einer Comedy-Show. Bei uns funktioniert das allerdings. Und zwar aus einem ganz einfachen Grund. Unsere Zuschauer fühlen sich immer bestätigt! Unsere Geschichten transportieren ein gewisses Gefühl, das unsere Zuschauer genießen. 

Ususmango: Unser Publikum ist zudem meist eines, das normalerweise nicht so oft zu einer Comedy-Show geht. Das sind meist Leute, die jünger sind. Deshalb können die sich besser mit uns auf der Bühne identifizieren.  Andere Comedians kommen vielleicht schneller zum Punkt und liefern eine Punchline nach der nächsten – dafür haben wir eine ganz bestimmte, angenehme Stimmung im Saal, die alle miteinander verbindet! Bei uns gibt es gut erzählte Geschichten und keine Lacher am laufenden Band. Das ist bei anderen Comedy-Formaten oft nicht so. Bei uns stehen auch so viele verschiedene Charaktere auf der Bühne – der eine ist Vater, der andere Student, und so weiter. Also kann sich jeder im Publikum auch mit irgendeiner Geschichte ganz besonders identifizieren.  Außerdem haben wir eine Menge Musik in unserem Programm. Wir arbeiten mit einigen Musikern aus der Hip Hop Szene zusammen, die uns auf den Shows dann besuchen und die Menge einheizen.

Der Ton ist oft etwas rauer als bei den Comedy-Formaten, die man aus dem Fernsehen kennt…

Benaissa:naja…nicht unbedingt. Wenn man das mal mit einem  Serdar Somuncu vergleicht, dann sind wir noch richtig angenehm. Wir reden aber auch nicht wie Politiker auf der Bühne.  Unsere Sprache ist halt authentisch. Das ist die Sprache, die auch auf dem Schulhof oder in der Stadt gesprochen wird. Wir reden so, wie wir in Wirklichkeit nun mal reden. 

Ususmango: Bei uns übertreibt keiner. Es kann also ohne Probleme der Opa mit seiner Frau bei uns vorbeischauen und hat trotzdem einen angenehmen Abend. Ich denke was die Leute mit rau meinen ist halt der einfache Grund, das wir kein Blatt vor den Mund nehmen. 

Gibt es in eurem Ensemble eigentlich auch weibliche Comedians? 

Benaissa: Enissa ist auf unserer neuen Tour mit unterwegs. Bei der letzten war sie noch Rookie, und auf der Neuen steigt sie nun voll mit ein. Das war gar nicht so leicht eine Frau zu finden. Wir haben das schon eine ganze Weile probiert., aber irgendwie ist das verdammt schwer. 

Habt ihr denn noch andere Jobs oder seit ihr mittlerweile Vollzeit-Comedians?

Benaissa: Wir sind momentan genau an der Grenze. Alle müssen sich JETZT während dieser Tour Gedanken machen wie es weitergeht – also ob Comedian ein Hauptberuf wird oder eben nicht. Jeder von uns steckt momentan noch in einem Job oder im Studium. 

Habt ihr euch Etappenziele gesetzt oder ein generelles Ziel für das RebellComedy Format?

Ususmango: Unser Ziel war immer das Format RebellComedy deutschlandweit bekannt zu machen und immer mehr zu touren. Wir wollen öfter und länger unterwegs.

Benaissa: Unsere jetzige Tour hat sich zum Programm davor weit entwickelt. Wir machen neun Shows und haben uns auch, was die Locations betrifft, entwickelt und spielen in viel größeren Locations. Alles in allem haben wir das Thema „Deutschland abdecken“ schon fast erreicht. Wir haben nur nicht damit gerechnet, dass das so schnell geht. Jetzt müssen wir uns eben Gedanken machen wo wir in fünf Jahren stehen wollen und dann daran arbeiten! Denn eigentlich ist unser erstes Etappenziel erreicht! Was wir uns vor fünf Jahren vorgestellt haben, ist bereits in Kraft getreten. Ich saß neulich vorm Fernseher und auf einmal sehe ich meine Kollegen und mich selber. Das ist schon ziemlich surreal.  

Samstag 13.12.2014 – Hamburg Gruenspan
Dienstag 16.12.2014 – Neu-Isenburg Hugenottenhalle
Mittwoch 17.12.2014 – Stuttgart Theaterhaus
Samstag 20.12.2014 – Essen Zeche Carl
Sonntag 21.12.2014 – Essen Zeche Carl
Sonntag 11.01.2015 – Düsseldorf Savoy Theater
Sonntag 18.01.2015 – Bochum Bahnhof Langendreer
Sonntag 25.01.2015 – Münster Kap.8 im Bürgerhaus Kinderhaus
Donnerstag 29.01.2015 – Köln Gloria Theater 

Tickets für die Tour gibt es hier!

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