Mi, 23. Oktober 2019 Uhr
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Der PRINZ Tour-Tipp: Ryan Keen

Er gehört zu den Hoffnungsträgern der neuen Singer-/Songwriter-Generation: Der britische Ausnahmekünstler Ryan Keen sorgt für begeisterte Reaktionen.



Wie Schicksalsschläge ein Leben entscheidend verändern können, zeigt wohl kaum ein Beispiel so gut wie das von Ryan Keen. Aufgewachsen in der kleinen britischen Stadt Totnes , studiert er im letzten Jahr „Commercial Music“ an der Westminster University und strebt eine Karriere im Musikmanagement an, als ein sehr guter Freund an Herzversagen stirbt.

Der Tod führt Keen die Zerbrechlichkeit des Lebens vor Augen. Nach diesem Erlebnis beginnt er selbst Musik zu machen. Auch wenn sein erster Gig vor zwanzig Zuschauern eher ernüchternd ausfällt, Ryan Keen schreibt fleißig Song nach Song. Seine erste EP erscheint 2010 komplett in Eigenregie.

Nach dem Gewinn eines Musikwettbewerbs 2011 geht es steil bergauf für Ryan. Ihm wird ein Plattenvertrag und eine Support-Tour für Ed Sheeran angeboten.  Im Oktober desselben Jahres soll es los gehen, doch am Abend bevor die Aufnahmen zur nächsten EP beginnen sollen, verletzt sich Ryan an der rechten Hand. Zum Glück gerät er an einen Physiotherapeuten, der den Gipsverband so herrichtet, das es Keen weiterhin möglich ist, Gitarre zu spielen. Der Tour mit Ed Sheeran steht also nichts mehr im Wege.

Die zweite EP „Focus“ erscheint dann Anfang 2012 und läutet ein weiteres erfolgreiches Jahr für Ryan Keen ein. Die Songs werden von Kritikern und Hörern hoch gelobt. Es folgt die erste Headliner-Tour und Auftritte im Vorprogramm von Leona Lewis in der Ryal Albert Hall. 2013 folgt dann endlich das Langspieldebüt „Room For Light“, welches ein Jahr später auch in Deutschland das Licht der Öffentlichkeit erblickt. Der komplette Aufnahmeprozess sowie die Produktion wird von Ryan aus eigener Tasche finanziert. Die Songs entstehen in einer kleinen Gartenhütte, doch das Ergebnis glänzt mit brillantem, glasklarem und dennoch organischem Sound und bringt die warme Stimme sowie das teils fast schon virtuose Akustikgitarrenspiel hervorragend zur Geltung.

„Meine Songs können schon introspektiv sein. Ich habe ja mit der Musik angefangen, nachdem mein Freund ums Leben gekommen war. Das hat mich wirklich hart getroffen. Nichtsdestotrotz versuche ich immer, mit Optimismus an den Schreibprozess zu gehen.“ 

Nun geht Ryan Keen auf Promo-Tour durch Deutschland. Wir nutzen die Gelegenheit und machen ihn zum aktuellen Tour-Tipp! Zu sehen bekommt ihr ihn hier:

Sonntag 25.05.2014 – Hamburg Kulturhaus 73
Montag 26.05.2014 – Berlin Privat Club
Dienstag 27.05.2014 – Köln Blue Shell
Mittwoch 28.05.2014 – München Strom
Donnerstag 29.05.2014 – Stuttgart Das Cann
Freitag 30.05.2014 – Darmstadt Schlossgrabenfest
Freitag 06.06.2014 – Bochum Total Festival

Tickets und weitere Infos findet ihr hier!

Nun engagiert sich der passionierte Surfer und Skater für die Kinder in Afghanistan. Mit einem in Kabul gedrehten Video zu seiner Single Skin and Bones wirft er einen ganz persönlichen Blick auf den Alltag vor Ort. „Es bringt nichts, immer nur die dunklen Seiten Kabuls zu zeigen. Es gibt sehr wohl eine gewisse Aufbruchstimmung. Und die möchte ich mit meinem Video zeigen und unterstützen“, sagt Ryan.

Die Szenen wurden von Jochen Zimmermann und Yannick Bonica in Kabul gedreht, die an einem größeren Filmprojekt zum Thema Kultur in Afghanistan arbeiten. Das Video ist den Mitarbeitern der Organisation Skateistan gewidmet, die dem Nachwuchs in Afghanistan Hoffnung und Freude durch ihre Skateboard Initiative bringt. Außerdem ist der Song den tapferen Graffiti-Künstlerinnen der Art Organisation Berang in Kabul gewidmet, die ihr Leben riskieren, indem sie laut und offen gegen die Unterdrückung in dem durch Krieg und Terror zerstörten Land sprechen.

Wer sich schon einmal auf Ryan Keen einstimmen möchte, kann hier in das neue Album „Room For Light“ reinhören!


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