Sa, 19. Oktober 2019 Uhr
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PRINZ stellt vor: Seether

Eingängiger Post-Grunge mag seit der Nickelback-Schwemme ein wenig in Verruf geraten sein – Seether aber wissen, wie man das alles wieder gerade biegt! 
 



Seether stammen aus Südafrika. Das Land am Kap konnte bislang nur spärlich größere internationale Erfolge in musikalischen Gefilden feiern. Zumindest im westlich geprägten Sinne. Zwar ist die Kwaito-Szene in Nelson Mandelas Heimat auch im afrikanischen Ausland sehr populär, aber mit gemeiner Rockmucke konnte bislang noch kaum ein südafrikanischer Act etwas reißen.

Gegründet wurde die Band 1999 in Südafrika. Damals war die Band noch unter dem Namen Saron Gas bekannt. Unter diesem Namen veröffentlichte sie 2000 auch ihr erstes Album „Fragile“, das nur in Südafrika veröffentlicht wurde. Als die Band in die USA auswanderte, verließ Gründungsmitglied Dave Cohoe die Band aus privaten Gründen. Im Zuge des Umzugs wechselten die Übriggebliebenen nicht nur von ihrem südafrikanischen Label zum amerikanischen Label Wind-Up Records, sondern änderten auch ihren Namen in Seether, nach dem gleichnamigen Song der Band Veruca Salt, der den Bandmitgliedern sehr gut gefiel.

 Das Folgealbum wird nun auch international vermarktet. In Südafrika fährt die Scheibe binnen kürzester Zeit Gold ein, in der restlichen Welt will die Chose jedoch einfach nicht so recht in Fahrt kommen. In Deutschland, wo „Disclaimer“ bereits im Februar 2003 erscheint, geht das Album wohl vor allem wegen praktisch nicht vorhandener Promotion komplett unter. Die Band strampelt sich zwar so gut es geht ab, aber helfen will es nichts. Da kommt Label-Kollegin Amy Lee gerade recht. „Broken“ erscheint im Zuge des „Punisher„-Soundtracks als Duett und bringt Seether ins Gespräch.

Und im Gespräch sind sie die letzten Jahre über geblieben. Jedenfalls in ihrem Heimatland und in den USA. In Deutschland will die Zündschnur noch nicht so richtig losgehen. Ihr aktuelles Album „Isolate and Medicate“ erschien vor kurzem und wartet auf interessierte Zuhörer. Mit abgehärteten Gitarren und kraftvollen Drums kreieren Seether einfach hervorragende Melodien, die mit ordentlich Streusplit auf den Stimmbändern von Shaun Morgan und melancholisch-feinsinnigen Lyrics den letzten Schliff erhalten. Und was im Radio schon gut klingt, hört sich in der Livefassung sogar nochmal um Längen besser an. Wer also großartige Musik auch jenseits aller Hipster-Kritteleien zu schätzen weiß, der sollte unbedingt Tickets zur anstehenden Seether-Tour sein Eigen nennen!

Sonntag 23.11.2014 – Hamburg Gruenspan
Dienstag 09.12.2014 – Frankfurt am Main Batschkapp
Donnerstag 11.12.2014 – Berlin Huxley’s Neue Welt
Freitag 12.12.2014 – Stuttgart LKA

Tickets und weitere Infos findet ihr hier!


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