Do, 17. Juni 2021 Uhr
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Auf die IFA – fertig, los!

Auf der IFA 2014 stellen die Hersteller wieder ihre Vorzeigeprodukte vor. Vieles ist schön, nicht alles braucht man! PRINZ verschafft einen kleinen Überblick!



Führende Hersteller präsentieren auf der IFA 2014 in Berlin vom 05.09.2014 bis 10.09.2014 wieder ihre Neuheiten. Die Trends sind vielseitig, effektiv, nachhaltig und bestechen durch edles Design und smarte Funktionalität. Die IFA als weltweit bedeutendste Messe zeigt auch dieses Jahr wieder, was das Marktgeschehen in der wichtigsten Verkaufssaison des Jahres zu bieten hat. Smart-TVs mit leistungsstarken Betriebssystemen, 3D-Drucker, Audio-Streaming Geräte, Haushaltsgeräte und viele weitere Gadgets sind auch 2014 wieder vertreten. PRINZ verschafft euch mal einen Überblick!

Alles vernetzt

© IFA
Das vernetzte Heim steht immer mehr im Vordergrund und ist mittlerweile im Alltag angekommen. Nicht nur Fernseher und Audio-Anlagen werden an das Internet angeschlossen, auch Haushaltsgeräte rücken immer in den Vordergrund und lassen sich in einem Heimnetz vernetzen. Unklar ist allerdings, ob es gelingt diesen Trend zu etablieren und wie die Anbieter versuchen gemeinsame Standards zu entwickeln. In Kürze könnt ihr also vielleicht schon mal den Herd über euer Smartphone starten und die Pizza aufbacken! Oder die Waschmaschine meldet sich, wenn der Waschvorgang beendet ist. Der große Trend geht allerdings erstmal zum „smarten“ Zuhause und soll Dienste ermöglichen, die etwa beim Energiesparen mit Haushaltsgeräten oder Heizungen helfen sollen. Bei den meisten Lösungen steht das Smartphone oder das Tablet an erster Stelle. Die Anwendungen sollen also über eine App vom Nutzer gesteuert werden.

Samsung will auf der IFA eine Reihe von „Smart Home“-Lösungen im neuen City Cube präsentieren, der an der Stelle der alten Deutschlandhalle gebaut wurde. Die Münchener Firma Tado, die über Smartphones steuerbare Thermostate vertreibt, wird auch vertreten sein. Auch Philips steigt in das Geschäft ein und bringt einen intelligenten Lichtschalter und einen Kaffevollautomaten, den man mit dem Smartphone steuern kann. 

Drahtlose Musik

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Der Vormarsch der Smartphones hat auch das Geschäft mit der Audiotechnik grundlegend verändert. Musik wird immer mehr aus dem Netz oder vom Smartphone abgespielt. Das gibt nicht nur der Entwicklung der Smartphones und Anbietern von Musik-Streaming-Diensten Aufschwung, sondern auch der Geräteklasse der drahtlosen Lautsprecher. Klassische Hifi-Technik ist somit auf dem Rückzug und hat kaum noch besondere Neuerungen zu bieten. So brach der Absatz von Heimkino-Systemen in Deutschland im 1. Halbjahr um ein Fünftel ein.

Lautsprecher, die über WLAN oder Bluetooth funktionieren, zählen zum guten Ton auf der IFA 2014. Diese gibt es in unzähligen Varianten, wie Funk, oder mit einer Docking-Station oder über das Internet. Als Musikquellen stehen Smartphones und Tablets ganz oben. Der PC, externe Festplatten stehen kurz dahinter. Der altmodische CD-Player rückt immer mehr in der Hintergrund.

Der Trend zum mobilen Musikgenuss hat auch die Nachfrage nach Kopfhörern belebt. Die Vielfalt ist hier mittlerweile unglaublig riesig – von Ohrstöpseln bis hin zu High-Tech-Headphones, auch hier expandiert der Markt. Auch was die Entwicklung der Geräte angeht, werden einige Neuerungen angeboten. Technisch gehören neben exzellenter Klangreproduktion so genannte Noice Cancellation-Funktionen zur Unterdrückung der Umfeld-Geräusche zum Stand der Entwicklung. Unter den großen Modellen zeichnet sich zudem der Trend ab, das sie immer mehr als Zubehör der Hifi-Anlage im Wohnzimmer verschwinden und die Straße erobern. Die Hersteller haben sich darauf eingestellt und die elektrischen Werte so ausgelegt, dass sie auch an mobilen Musikplayern oder Smartphones mit kräftigem Sound aufspielen.

Das Büro in der Tasche

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Ständiger Entwicklungs-Trend liegt natürlich bei den Smartphones und Tablets. Diese sind nach wie vor heiß begehrt und bieten immer mehr Features, bessere Rechenleistungen und weitere Gadgets. Während Samsungs Topmodell bereits seit April auf dem Ladentisch liegt, wartet die Technikwelt gespannt auf den Konter von Apple. Aber auch abseits der Platzhirsche tut sich eine Menge: LG veröffentlicht mit dem G3 ein Gerät mit exzellenter Displayschärfe und Sony ist bereit zum Release der neuen Xperia-Z-Generation. Interessant wird das Release des neuen Amazon Fire Phones. Firefly identifiziert Telefonnummern, Musikstücke, Videos und Verpackungen und verkürzt somit den Weg zum Store von Amazon selbst. Das Fire Phone erkennt zudem durch vier eingebaute Kameras, wann sie fertig sind mit lesen, blättert selbstständig um und bietet durch „Dynamic Perspective“ einen perfekten Blick aufs Display, egal von welchem Standpunkt aus.

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Aber auch bei den Tablets tut sich einiges. Der Siegeszug begann 2010 mit Apples iPad. Schnell folgten andere Hersteller. Nun ist der Markt, wie bei den Smartphones auch, ziemlich überfüllt. Oberklasse-Tablets des Jahrgangs 2014 verfügen mittlerweile über einen Quad-Core-Prozessor und einem Full-HD-Display. Zudem machen Gamepad-Aufsätze und Tastatur-Docks die Geräte schnell zu Notebooks oder eben auch Spielelkonsolen: So etwa das Snakebyte Vyper Tablet. Dieses ist Spielekonsole und Smart-TV in einem. Per HDMI-Adapter oder Dockingstation kommen hochauflösende Inhalte auf den Fernseher und via WLAN, UMTS oder LTE direkt ins Internet oder eben ins heimische Netzwerk. Denn wir wissen ja jetzt bereits. Alles ist miteinander vernetzt und alles fließt zusammen.

So auch die Smartphones mit den Tablets – der neue Trend nennt sich Phablets, ein Kunstwort aus Phone und Tablet. Die Riesen mit Bildschirmdiagonalen von mindestens fünf Zoll verfügen über eine Telefonfunktion, sind aber trotzdem eigentlich ein Tablet. Die Grenzen hier sind kaum noch zu unterscheiden.

Kino Für Zuhause

© IFA
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Der ganz große Boom der Flachbild-Fernseher mag vorerst vorbei sein, TV-Geräte sind aber weiterhin ein zentraler Stützpfeiler der Elekronik-Industrie. Dieses Jahr konzentrieren sich diese auf zwei Trends: das Ultra-HD-Fernsehen mit besonders hoher Auflösung sowie die organischen OLED-Displays, die noch dünnere Geräte mit kontrastreichem Bild möglich machen. Ultra-HD-Geräte vereinen mehr als acht Millionen Pixel auf der Bildfläche und sind somit vierfach höher aufgelöst als die bisherigen HDTV-Mdelle. Aus kurzer Betrachtungsdistanz erinnert der Schärfegewinn an den Qualitätssprung, den HDTV im Vergleich zur Standard-Auflösung brachte.

Die jüngste Generation der TV-Geräte tritt zudem mit elegant geschwungenen Bildflächen an und setzt somit auch neue Design-Akzente. Die Experimente mit der neuen Bildschirm-Form haben sich in wenigen Monaten zu einem bedeutenden Trend entwickelt. Die Form lässt sich allerdings auch günstig auf den Bildeindruck beeinflussen. Der Bildschirmschwung lässt das Bild tief und plastisch erscheinen. Das trifft auch auf Bildschirme mit dem neuen, ultrarbeiten Seitenverhältnis von 21:9 zu, das ungefähr dem Cinemascope-Kinoformat entspricht. Auf der IFA wird es zudem bereits Modelle geben, die auf Knopfdruck die Form ändern können. Mal flach, mal gewölbt – die Fernbedienung steht euch da voll zur Verfügung. 

Smart-TVs empfangen nicht nur konventionelles Fernsehen, sie können auch auf Inhalte und Dienste aus dem Internet zugreifen. Die Anzahl der Apss wächst auch hier dramatisch – und somit auch die Notwendigkeit, mit besseren Bedienoberflächen für mehr Übersicht zu sorgen. Alle großen Gerätehersteller präsentieren daher neue Bedienkonzepte, wie zum Beispiel die Möglichkeit, die Startseiten und Übersichten individuell zu gestalten. Ein weiterer Trend: Betriebssysteme der mobilen Digitalgeräte beginnen, sich in TV-Geräten zu etablieren. So wird die IFA erste Geräte zeigen, die Android oder WebOS installiert haben. Auch die Rechenleistung der Fernseher ist enorm gestiegen, damit Internetseiten schnell aufgebaut werden können und ruckfreie Videos aus dem Web angeschaut werden können.

Die gute alte Fernbedienung kommt dabei natürlich an seine Grenzen. Auch hier wird es viele Neuerungen geben. So gibt es beispielsweise Infrarot-Fernbedienungen, die auf ihrer Rückseite eine Tastatur für die Texteingabe besitzen. Einige andere Modelle präsentieren auf der Frontseite ein Touchpad für Finger-Wischbewegungen, manche Infrarotsender dagegen funktionieren wie ein Zeigegerät mit einem Cursor auf dem Bildschirm. Die jüngsten Geräte können auch freie Gesten, wie zum Beispiel Handbewegungen, erkennen und interpretieren. Auch die Spracherkennung soll eine große Rolle spielen.

Wearables und Gadgets

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Spielereien sind natürlich mit das interessanteste auf der IFA. So auch im diesen Jahr. Viele Gadgets werden hier präsentiert, wie zum Beispiel die neue Computer-Uhr von LG oder die Galaxy Gear von Samsung. Die Uhr ist immer per Funk mit einem Smartphone gekoppelt und man kann einsehen, ob eine E-Mail oder SMS eingegangen ist. Mit einem Fingertipp lassen sich diese öffnen. Klingelt jemand durch, informiert die Uhr darüber, wer es ist. Der Träger kann sogar über das Display den Anruf entgegennehmen, hält die Uhr neben sein Ohr und kann gleich losplaudern. Zum Start sind etwa 70 zusätzliche Apps verfügbar.

Auch andere clevere Uhren, die sogenannten „Wearable Devices“ sind auf der IFA vertreten. Sie messen Körperfunktionen, Bewegungen und Umgebungsvariablen, um sie zur Auswertung weiterzufunken. Sensoren die die Herzfrequenz oder die Schrittzahl messen, Musik abspielen können und vieles mehr.

Auf der IFA wird auch eine Geräteart für Aufsehen sorgen, die gerade erst begonnen hat, ein breites Zielpublikum zu erreichen. 3D-Drucker zaubern aus ihren Düsen verblüffende Objekte, wie Zahnräder, Spielzeug, manche verarbeiten sogar Lebensmittel, um daraus originelle Köstlichkeiten zu kreieren. Hier entsteht ein spannender Zukunftsmarkt. Für etwa 800 Euro gibt es zum Beispiel einen 3D-Drucker für den Heimgebrauch. Dieser druckt unter anderem kleine Figuren oder einfache Ersatzteile. In Ansätzen ist es auch möglich das gerät als 3D-Scanner einzusetzen. Mit Hilfe der mitgelieferten Kamera sowie der entsprechenden Software lassen sich Vasen nachbauen oder Gesichter als Skulpturen anfertigen.

Schon seit einigen Jahren gibt es den Sonic Chair, einen Sessel mit eingebauten Lautsprechern. Nun folgt dazu eine Version mit eingebauter Videobrille. Das Modell wird von Carl Zeiss hergestellt und zeigt auf dem Display Videobilder in 3D.

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Für eine schnelle Reinigung des Fußbodens wurde ein Sockelstaubsauger entwickelt, der sich unter diverse Möbelstücke montieren lässt. Es soll ausreichen, den Schmutz mit einem Besen vor die Öffnung des Saugers zu fegen. Dann öffnet sich eine Klappe und der eingebaute Motor saugt diesen ein. Ist der Beutel voll, zeigt eine LED Anzeige dies an. Gedacht ist der Einsatz unter anderem in der Küche, im Eingangsbereich eines Hauses oder im Hobbykeller. Der Sauger kommt im Herbst 2014 in den Handel. Der Preis steht noch nicht fest.

Eine Ergänzung zur herkömmlichen Präsentation von Verkehrsinformationen soll auch vorgestellt werden. Das Navigationssystem zeigt die wichtigsten Daten im Blickfeld des Fahrers, entweder per Reflektor oder auf einer Folie, die auf der Windschutzscheibe geklebt wird. Dies soll verhindern, dass der Fahrer den Blick von der Fahrbahn wenden muss, um sich zu orientieren. Zu den dargestellten Daten gehören Abbiegehinweise in Pfeilform, die Auswahl der richtigen Spur sowie das gefahrene und zulässige Tempo und Warnungen vor Staus.

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Die Foto-Branche hat es im letzten Jahr erwischt. Nach jahrelangem Boom schrumpfte die Zahl erstmals deutlich. Simple Digitalkameras verkaufen sich schlechter – für Schnappschüsse kommt immer häufiger das Smartphone zum Einsatz. Der Trend: „Billigmodelle“ gibt es immer weniger, Neuheiten besitzen immer umfangreichere Ausstattungen, wie WLAN, um die Kamera per Smartphone fernzusteuern und die Fotos schneller zu facebook, Instagram und Co zu bekommen.

Auf der IFA ist immer was los

Nicht nur technisch kann man sich auf der IFA berieseln lassen, auch im Eventbreich wird einiges geboten. So startet zum Beispiel am 04. September das IFA Opening Konzert mit Milow, ein Unplugged Konzert mit Max Herre am 05.September, die Neuen Deutschpoeten am 06.September ein eigenes IFA Oktoberfestzelt, der IFA-Sommergarten und vieles vieles mehr. Alle Infos zu den Veranstaltungen findet ihr hier.

Alle Infos zur IFA, Tickets, Anfahrtsbeschreibungen und weitere Infos zu den Angeboten bekommt ihr hier!

Bleibt uns nur noch zu sagen: Auf die IFA – fertig, los!


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