Anja Gockels neue Kollektion verspricht alles auf einmal. Ihre Show war ein Marsch durch Frühling und Sommer zugleich und begann mit etwas gedeckteren Farben. Edle, glänzende Stoffe in Jägergrün oder geschickt geraffte Oberteile in Crèmefarben, die sowohl als Businessmode als auch für die Party funktionieren. Der Sommer wird dann schließlich bunter denn je und greift den Look der Kollektion 2009 auf. Ganz nebenbei überrascht sie mit wallenden Kleinern in grellen Farben – mutiges Orange, ein klassisches Lila oder auch mal Feuerrot. Die tüpfeligen Stoffe sind in allen Varianten wieder mit dabei.

„Ich will Mode machen für reale Frauen“, so Anja Gockel. Stimmt. Das Meiste kann Frau gut tragen, über den allzu oft gesehenen Leopardenprintlook zum Einstieg der Show lässt sich natürlich streiten.

Ja, diese Schnitte und diese Farben könnte man sich nächstes Jahr im Sommer auf der Straße vorstellen. Hollywoodstar Diane Kruger (kam im natürlichen Freizeitoutfit) war begeistert: „Ich mag den Mut zur Farbe und die Lässigkeit. Das ist einfach schön und lebensfroh!“ lobt sie die Designerin. Diane Kruger kam zwar 10 Minuten zu spät, das machte der Journalistenschar aber wenig aus, mit Natasche Ochsenknecht, den Moderatorinnen Ruth Moschner und Annabel Mandeng sowie Schauspielerin Jessica Schwarz (im crazy Look mit lustiger Hornbrille) hatte man ohnehin genug Gesprächsstoff.

Ein Rätsel bleibt, warum am Ende der Show „Technology“, der Song der Alfa Romeo MiTo-Werbung gespielt wurde, während die optischen Highlights – wallende unifarbene grelle Kleider – gezeigt wurden.

Aber man muss ja auch nicht alles verstehen.
Es bleibt das Fazit: Gockel = Reale Mode. Alles tragbar, witzige Details und vor allem viele Stücke, die prima kombinierbar sind.

Das sehen auch MAYBELLINE Jade Make-Up-Artist Boris Entrup und L’Oréal-Professionnels‘ Star-Friseur Wolfgang Zimmer so. „Anja ist einfach klasse, sie weiss genau, was sie will und lässt sich perfekt zu den Möglichkeiten und Machbarkeiten beraten. Es hat einen riesigen Spaß gemacht, mit ihr die Models zu stylen!“ meint Wolfgang Zimmer. Sein nächster „BFW-Auftrag“ hat nämlich schon den Backstagebereich geentert (Auch das LaLa Berlin verlässt sich haartechnisch natürlich am liebsten auf ihn).