Man muss in diesem Fall einfach einmal die nackten Fakten und Zahlen sprechen lassen, um die Dimensionen auch nur annähernd begreifen zu können: Der Baikalsee ist etwa 25 Millionen Jahre alt und 1637 Meter tief. Er gilt damit als ältester und tiefster Binnensee der Erde. Als solcher speichert er nahezu ein Fünftel der gesamten Süßwassermenge des Planeten. Da ist es kein Wunder, dass die »sibirische Perle« erstens zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt wurde. Und dass sie zweitens eine besondere Aufmerksamkeit unter jenen Zeitgenossen erfährt, die sich Seen und Meere nicht nur von außen, sondern auch von innen ansehen wollen. Für diese Menschen hat der Veranstalter BaikalTours eine ganz besondere Reise im Programm. Bei der einwöchigen Tauchsafari auf dem Baikalsee geht es an mehreren Tagen mit einem gemütlich eingerichteten Schiff zu den besten (und tiefsten!) Spots des Sees. Fachkundige Tauchguides führen die Besucher hinab in eine faszinierende Tier- und Pflanzenwelt, die zu zwei Dritteln endemisch ist – also nur im Baikalsee vorkommt. Wer ganz besonderes Glück hat, der kann vielleicht sogar die Baikalrobbe bei einem Tauchgang beobachten. Ein so extremes Gewässer wie der Baikalsee mit all seinen Besonderheiten eignet sich natürlich nicht für Tauchanfänger. Jeder, der sich in das ferne Sibirien wagt, sollte also schon mal anderswo unter Wasser unterwegs gewesen sein. Allein die Wassertemperaturen von durchschnittlich vier Grad – in den Sommermonaten steigen sie an der Wasseroberfläche bis auf maximal zwölf Grad – sowie urplötzlich ins Bodenlose abfallende Steilwände erfordern viel Übung und eine regelmäßige Praxis. Die ist erst recht vonnöten, wenn die Tauchgänge nicht im Sommer, sondern im Winter stattfinden sollen. Zu dieser Jahreszeit fallen die Temperaturen rund um den Baikalsee oft auf unter minus 40 Grad Celsius. Trotz seiner Größe gefriert der See regelmäßig. Die Eisschicht wächst dann so dick, dass sich auch Fahrradfahrer und sogar Autofahrer mit ihren Vehikeln aufs Eis trauen. Unter der dicken Eisschicht im Wasser zu schweben ist entsprechend gefährlich und abenteuerlich. Die Taucher lassen sich, mittels Seil und Karabiner gesichert, in die Tiefe gleiten. Schließlich müssen sie das Eisloch, durch das sie ins Wasser einsteigen, zum Aussteigen immer wieder finden können. Angesichts dieser Herausforderung sind die Programmpunkte an den Ruhetagen – hier ein Museumsbesuch, dort ein Lagerfeuer mit geräuchertem Fisch, eine kurze Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn und etwas einheimische Folklore – wirklich die reinste Erholung! Auf eine Sehenswürdigkeit an Land müssen Taucher dennoch explizit hingewiesen werden: auf den berühmten Schamanenfelsen am Kap Choboj auf der Insel Olchon, eines der neuen Heiligtümer Asiens und eine heilige Stätte des Baikals. Der sieht nämlich von draußen betrachtet viel schöner aus als aus dem Wasser.

Info > »Tauchen im Baikalsee«; BaikalTours, Ostkirchstraße 65, 47574 Goch; Tel. 028 23 / 41 97 48, Bitte aktivieren Sie JavaScript um diese E-Mail-Adresse anzuzeigen., www.baikaltours.de