Im Norden des indischen Subkontinents, an den Südhängen des östlichen Himalajas gelegen, versteckt sich Bhutan. Das Königreich ist gerade einmal halb so groß wie Bayern. Jahrzehntelang konnte es sich von den schnelllebigen Entwicklungen in der Welt recht gut abschotten. Tourismus, Internet, Drogenkriminalität? Mit diesen Dingen hatte man nichts zu tun. In den vergangenen Jahren hat sich Bhutan allerdings nach und nach aus seiner Isolation gelöst. Damit das Land aber auch künftig seine Eigenheiten und Traditionen behalten kann, gab König Jigme Khesar Namgyel Wangchuk die Losung aus: Das Bruttonationalglück ist wichtiger als das Bruttoinlandsprodukt. Soll heißen: Öffnung ja, aber bitte langsam. Das gilt auch für ausländische Touristen. Im Jahr 2007 besuchten gerade einmal 21 000 Menschen das Königreich. Die staunten nicht schlecht über den ländlichsten Staat der Welt, über die unberührten Wälder und die ausgeklügelten Reisterrassen, über die teils spektakulär in den Felswänden hängenden Klöster, die allgegenwärtigen Gebetsfahnen sowie die teils noch unbestiegenen Siebentausender. Eine besondere Attraktion ist darüber hinaus der Nationalsport Bhutans: das Bogenschießen. Dabei gilt es, die im Durchmesser etwa 30 Zentimeter großen Holztafeln aus 120 bis 140 Meter Entfernung zu treffen. Wie schwierig dies ist, kann man bei einem dreitägigen Kurs selbst erleben. Wer noch niemals einen Bambusbogen (es werden auch moderne Varianten aus Glasfaser und Karbon verwendet) in der Hand gehalten hat, wird anfangs einige Frustmomente erleben. Doch nach einigem Probieren stellen sich rasch Erfolge ein. Sportliche und mentale. Das Training umfasst neben dem eigentlichen Bogenschießen auch einen Überblick über die Historie des Sports samt Mythen und Legenden, eine Einführung in seine Philosophie sowie das Üben der Wettkampfgesänge. Beim Schießen selbst wird erst einmal über eine Distanz von 50 Metern geschossen. Erst am dritten Tag darf man sich auch an die langen Distanzen wagen. Den Abschluss des Programms bildet ein Freundschaftswettbewerb. Damit man das Bogenschießen in der Hauptstadt Thimphu erlernen kann, müssen allerdings einige Bedingungen erfüllt sein: Die definitive Anmeldung muss mindestens sechs Wochen im Voraus erfolgen. Mindestens drei Teilnehmer müssen sich für einen Kurs finden. Und, auch nicht unwichtig, die Unterweisung im Bogenschießen ist nur als Zusatzoption im Rahmen einer Rundreise des Veranstalters Bhutan-Reisen möglich. Die Teilnahme an dessen Touren lohnt sich allerdings in jedem Fall! Das Programm besticht nicht nur durch ausgeklügelte Rundreisen, sondern auch durch die intime Kenntnis der Geschichte, der Kultur und der Gesellschaft des Landes. Die Reisen sind jedoch auch nicht ganz billig: Neben den Reisekosten fällt für jeden Reisenden eine verpflichtend zu bezahlende Tagespauschale an, die ab dem 1. Juli 2009 stolze 250 USDollar beträgt.

Info > »Kurs in Bogenschießen« (Dha/Datse); Bhutan-Reisen, Massholderenstrasse 17, CH-8143 Stallikon; Tel. 00 41 / 44 / 700 18 48, Bitte aktivieren Sie JavaScript um diese E-Mail-Adresse anzuzeigen., www.bhutanreisen.ch