Das Leben ist, wie man so hört, kein Ponyhof oder Wunschkonzert. Auch Josh Homme ist erschöpft, denn die heutige Welt scheint für den Queens-Of-The-Stone-Age-Sänger nicht gemacht zu sein: „Wie kann man sich in so schnelllebigen Zeiten noch in jemanden verlieben? Wie
soll man es noch schaffen, ein Meister der Malerei zu werden?“ Hallo, Herr Homme, Ihre Band gehört seit einer guten Dekade zu den wichtigsten Rock Künstlern der Welt – warum so zynisch? Auf hohem Niveau lässt es sich gut jammern. „Era Vulgaris“ heißt passenderweise das neue Album, das mit gewohnt dickflüssig-breit-beinigen Monstergitarrenriffs und klobigen Soundwogen glänzt, die Josh Homme diesmal auch mit Falsettstimme dekoriert. Vulgär? Eher verdammt cool.