Selten sah man so viele bizarre Arten des Mordens auf der Leinwand, kaum eine derart bedenkenlose Glorifizierung von Krieg, Tod und Brutalität. „So waren sie nun mal, die Spartaner“, verteidigt Hauptdarsteller Gerard Butler gleichmütig die zu großen Teilen computeranimierte Verfilmung von Frank Millers („Sin City“) Graphic Novel um die Schlacht von Thermopylae. Damals, 480 vor Christus, zogen 300 Spartaner gegen eine übermächtige persische Armee zu Felde; Regisseur Zack Snyder macht aus ihnen Helden, die Kriegstreiberei und die Tötung der Schwachen ihres eigenen Volkes feiern. Eine öde, pathetische Machismo-Gewaltorgie, gefilmt in stilvollem Sepia und Schwarzblau.